Die 6er Sesselbahn Lauchernalp-Stafel ist bis 16. August täglich bei gutem Wetter in Betrieb.
Täglicher Busbetrieb Lauchernalp-Fafleralp und Wiler-Faldumalp/Kummenalp
Die Platzreservation für die Busse über www.sbb.ch ist obligatorisch.

Das Viergestirn wird zerschlagen, der Kristall begraben!

Millionen Kubikmeter Fels stürzen innerhalb weniger Tage auf den Birchgletscher. Unter der gewaltigen zusätzlichen Last verliert der Gletscher seine Stabilität und kollabiert schliesslich.

Am 28. Mai 2025 um 15:24 Uhr stürzten gewaltige Gesteins- und Gletschermassen vom Kleinen Birchgletscher mit Geschwindigkeiten von bis zu 280 km/h auf Blatten nieder. Die Schutt- und Eismassen wälzten sich am gegenüberliegenden Hang rund 260 Höhenmeter bergauf und verschütteten zwei Häuser im Weiler Weissenried; mehrere weitere Gebäude wurden beschädigt. Der im Talgrund gelegene Weiler Ried wurde vollständig verschüttet und ist heute nicht mehr erkennbar.

In der Gemeinde Blatten wurden 96% der Wohngbäude infolge des Bergsturzes zerstört. Rund 260 Gebäude verschwanden für immer. Einzig der Ortsteil Eisten blieb von der Katastrophe weitgehend unversehrt.

Der entstandene Schuttkegel bedeckt eine Fläche von rund 2,5 km² im Talboden, darunter etwa 75 Hektaren wertvolles Landwirtschaftsland und über 100 Hektaren Wald. Acht Landwirtschaftsbetriebe, drei Hotels, ein Dorfladen, eine Kapelle, rund drei Kilometer Strasseninfrastruktur und zahlreiche weitere Einrichtungen gingen verloren. Selbst die Galerie am Dorfeingang wurde von den Naturgewalten zerstört.

Trotz des immensen Ausmasses der Katastrophe gelang es der Gemeinde, bis Ende September 2025 die Gebäude in Eisten und den verbliebenen Teilen von Blatten sowie die Versorgungsleitungen zu den Alpen wieder an Strom, Wasser und Abwasser anzuschliessen. Dadurch wurde im Oktober 2025 eine erste temporäre Rückkehr einzelner Bewohnerinnen und Bewohner möglich.

Im Mai 2026, nahezu genau ein Jahr nach der Katastrophe, konnten die ersten Einwohnerinnen und Einwohner dauerhaft in ihre Häuser zurückkehren.

Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Erfolg leistete die unmittelbar nach dem Bergsturz durch die Gemeinde in Auftrag gegebene rund 5,2 Kilometer lange Not- und Rettungsstrasse über Netzbord, Weissenried, Gassun, Blatten und Erlstäg. Sie ermöglicht nicht nur die Erschliessung der betroffenen Gebiete, sondern schafft auch die Voraussetzung dafür, dass die Bevölkerung und die Landwirtschaft im Sommer 2026 zu den intakten Teilen von Blatten, auf die Tellinalp, Fafleralp, Gletscheralp und Guggialp zurückkehren können.

Ein Postauto-Kleinbus wird die Strecke zwischen Lauchernalp und Fafleralp bedienen. Zudem wird das Hotel Fafleralp von Juli bis Oktober wieder Gäste empfangen und seine Türen öffnen.

So kehrt das Leben Schritt für Schritt ins hintere Lötschental zurück. Mit der provisorischen Luftseilbahn zwischen Tänn und Weissenried kann zudem zukünftig die Notstrasse entlastet und eine wintersichere Erschliessung der wieder bewohnten Teile von Blatten gewährleistet werden.