Der Bergsturz und das UNESCO-Welterbe
Der Bergsturz hat die Landschaft von Blatten tiefgreifend verändert. Als Teil des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch zeigt Blatten zugleich eindrücklich, wie natürliche Prozesse alpine Landschaften prägen und verändern.
Der Bergsturz hat die Landschaft rund um Blatten tiefgreifend verändert. Was über Generationen gewachsen ist, wurde innerhalb kurzer Zeit durch natürliche Prozesse neu geformt.
Blatten war eine der Initiativgemeinden des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Der Bergsturz macht sichtbar, was die alpine Landschaft seit jeher prägt: Sie verändert sich ständig durch natürliche Prozesse. Fels, Wasser, Gletscher, Lawinen und die Entwicklung von Pflanzen und Tieren formen sie immer wieder neu.
Auf den vom Bergsturz betroffenen Flächen wird sich die Natur weiterentwickeln. Neue Lebensräume werden entstehen und sich mit der Zeit verändern. Gleichzeitig wird auch der Mensch die Landschaft wieder prägen.
Die Stiftung UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch begleitet die Entwicklung aus Sicht des Welterbes. Sie setzt sich dafür ein, dass die besonderen Natur- und Landschaftswerte auch bei der zukünftigen Entwicklung von Blatten berücksichtigt werden.
Was macht das Gebiet zum UNESCO-Welterbe?
Die UNESCO-Auszeichnung für das Weltnaturerbe beruht auf drei Kriterien:
- Kriterium VII: Schönheit
Die eindrückliche Landschaft spielte eine wichtige Rolle in der europäischen Literatur, Kunst, dem Bergsteigen und dem alpinen Tourismus. Die Schönheit des Gebietes hat internationale Kundschaft angezogen und ist global als eine der spektakulärsten Bergregionen anerkannt.
- Kriterium VIII: Erdgeschichte
Das Gebiet ist ein eindrückliches Beispiel der alpinen Gebirgsbildung und der damit verbundenen vielfältigen Geologie. Das am meisten vergletscherte Gebiet der Alpen enthält mit dem Aletschgletscher den grössten Gletscher der Alpen.
- Kriterium IX: Ökologische Prozesse
Das Gebiet bietet viele verschiedene Lebensräume und die ökologische Sukzession lässt sich beispielhaft beobachten. Das globale Phänomen des Klimawandels ist an den unterschiedlichen Rückzugsgeschwindigkeiten der verschiedenen Gletscher besonders gut sichtbar.
