Geschichte

Lötschenpass Lötschenpass

Lötschenpass

Lötschbergtunnel Lötschbergtunnel

Lötschbergtunnel

Das Lötschental war lange Zeit verkehrstechnisch nicht erschlossen. Der Lötschenpass diente damals als wichtigster Übergang und Handelsroute zwischen Bern und Wallis. Mit einem Kulminationspunkt auf 2‘690 Metern war dessen Überquerung nie einfach und ist es auch heute nicht. Erst 1913 erhielt das Tal mit dem fast 15 km langen Lötschberg-Bahntunnel eine ganzjährige Verkehrsverbindung. Dennoch waren die Beziehungen der Lötschentaler zu ihren Berner Nachbar durch Jahrhunderte enger als durch die Lonzaschlucht ins Wallis.

Nicht nur verkehrstechnisch sondern auch touristisch wurde das Lötschental erst spät erschlossen. Die ersten touristischen Anfänge im Lötschental wurden im 19. Jahrhundert während den so genann-ten „goldenen Jahren des Alpinismus“ von britischen Bergsteigern gemacht. Es war auch ein Engländer, nämlich Sir Leslie Stephen, der das majestätische Bietschhorn, als einen der letzten unberührten Gipfel der Schweiz im Jahre 1859 bezwang, und zwar zusammen mit drei Einheimischen aus dem Lötschental.

Als Leslie Stephen mit Begleitern auf dem Gipfel des Bietschhorns stand, gab es im Lötschental noch kein einziges Hotel. Das sollte sich aber bald ändern, nahm nach der Bietschhorn-Erstbesteigung die Zahl der Touristen doch von Jahr zu Jahr zu. 1868 war es dann so weit: das Hotel Nesthorn im Weiler Rieder, direkt am Fusse des Bietschhorns, öffnete seine Pforten. Während mehrerer Jahrzehnte was das Hotel Nesthorn das Mekka für alle auswertigen Bergsteiger. Logierten gleichzeitig 25 Gäste im Tal, hiess es, das Tal sei voll von Fremden.

Seit dem ist im Lötschental touristisch viel passiert. Es entstanden zahlreiche Gästeunterkünfte sowie andere touristische Infrastrukturen und Einrichtungen. Heute kann der Gast im Lötschental auf ein Angebot von weit mehr als 2‘000 Gästebetten zurückgreifen. Camping-Plätze, heimelige Hotels, Berghäuser und -hütten, Ferienwohnungen, Gruppenunterkünfte - die Vielzahl von Unterkünften steht stellvertretend für die Diversität des urtümlichen Tals. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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