Wandern im Lötschental
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Lötschental Tourismus
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Lauchernalp Bergbahnen AG
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BRAUCHTUM

Geschichten, Sagen und Mythen

Silvester-Ross in Wiler

„Eh la la la...“ Es ist Silvesterabend. Durch die helle, klare Nacht hört man von weitem helles Glockengeläute und rauchige Stimmen: „Eh la la la, tournez Cleopatra...“ Gefolgt von einem grossen Menschenauflauf kommt ein junger Bursche auf mich zugelaufen, der in einen langen, weissen Stoffumhang gekleidet ist und auf dem Kopf eine Krone trägt. Zwei dunkle Gestalten folgen ihm, russgeschwärzt und in weite Gewänder gehüllt. „Z`Silväschter-Ross und zwen Goiglär“ sind wieder unterwegs.

 

Fasnacht/Tschäggätta

Während der Fasnachtstage beleben "Tschäggätta" das Dorfbild im Lötschental - furchterregende Gestalten, mit Pelzen umhüllt fratzenhafte Masken tragend. Vom 3. Februar an darf dieser heidnische Brauch im Lötschental ausgeübt werden.

Die Tschäggättä tragen alte, umgestülpte Kleider, das Futter nach aussen gekehrt. Darüber hängen zwei Schaf- oder Ziegenfelle je über Rücken und Brust, in den Lenden zusammengehalten durch einen Ledergürtel, an dem meistens eine Kuhglocke („Trichla“) baumelt. Die Füsse stecken nicht selten in Säcken, die um die Beine gebunden werden um die Wildheit der Kleidung zu steigern, aber auch um zu verhindern, dass die Maskenträger an den Schuhen oder an den Spuren der Schuhsohlen im Schnee erkannt werden können. Die Tschäggättä tragen Handschuhe, früher jeweils aus „Triäm" (Garnresten, die im Weberkamm übrig bleiben) hergestellt. Diese werden manchmal in Russ getaucht, um die „Opfer“ schwärzen zu können. Eine übergrosse, fratzenhafte und bisweilen grellbemalte Larve (Maske) aus Arvenholz, das Hinterhaupt mit Ziegen- oder Schafpelz bedeckt und ein Stock vervollständigen das Kostüm. Heute trifft man auch Tschäggättä, die nicht mehr die volle, eben beschriebene Originalkleidung tragen.

Mehr Informationen zum Thema
Masken    Masken-Keller

 

Osterspend in Ferden

Über den Ursprung der Spend berichtet eine Sage, dass die Alpen Faldum, Resti und Kummen nach dem Tode eines Sennen, der sich unrechtmässig bereichert hatte, von einem verhängnisvollen Spuk heimgesucht wurden. Ein böser Geist trieb das Vieh aus den Ställen und jagte es rastlos über Berge und Täler.

Nach drei Tagen kamen die Kühe zurück. Sie trugen Kornähren zwischen den Klauen und gaben blutige Milch. Da versprachen die Alpgeteilten, jedes Jahr die Milcherträgnisse von zwei Tagen an die Armen des Tales abzugeben. Das bewirkte, dass der ruhelose  Senn fortan sein böses Treiben unterliess.

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